Reisefinder

Weddell Meer & Ross Meer

Null Menschen, 14.000.000 Pinguine und gefrorene Dimensionen.

 

Am südlichen Ende des Erdballs, wo die Sonne nur zwischen Frühjahr und Herbst über den Horizont klettert, liegt der 7. Kontinent, Antarktika. Riesengroß, unbewohnt und ohne offiziellen „Besitzer“. Eine Welt, die zum Staunen bringt, bevor man sie gesehen hat. Darum ist ein Besuch auf jeden Fall etwas für die lebenslange Erinnerungsschatzkiste und allein die Dimensionen dieses Reiseziels eine Sache für sich.
Denn Sie begegnen am Antarktischen Eisschild nicht nur der größten Eismasse der Welt, die bis zu viereinhalb Kilometern dick ist, sondern mit rund 70 Prozent gebundener Süßwasserreserven auch dem wichtigsten Speicher unserer Erde. Genauso beeindruckend ist der 275 mal 40 Kilometer große Schelfeis-Brocken, der im März 2000 abbrach und etwa halb so groß wie Hessen war.
Doch das ist nur die berühmte Spitze des Eisbergs. So ist zum Beispiel eine der größten Gebirgsketten unseres Planeten, das Gamburzew-Gebirge, völlig unter dem Eis verborgen. Sehr offensichtlich tummeln sich dagegen unzählige Pinguine, die auf der Antarktischen Halbinsel leben und aus nächster Nähe zu beobachten sind.
Weil es in dem Gebiet keine Landraubtiere gibt, kommen sie, auch wenn wir natürlich einen respektvollen Abstand wahren, meist neugierig angelaufen und zeigen sich wenig menschenscheu. Neben Esels-, Zügel- und Adéliepinguinen sowie Kaiserpinguinen bei den Touren ins Ross- und Weddellmeer, sind zudem viele Robben, Seeleoparden und auch Wale anzutreffen.
Wer noch mehr Zeit mitbringt, kann die magische Grenze zum südlichen Polarkreis überqueren und die Tierbeobachtungen im Rhythmus des sich ausdehnenden Tageslichts fortsetzen.