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Sir Ernest Henry Shackleton

(* 15. Februar 1874 in Kilkea, County Kildare, Irland; † 5. Januar 1922 in Grytviken, Südgeorgien).
Shackleton war ein britischer Polarforscher irischer Abstammung und eine überragende Persönlichkeit des sogenannten „Goldenen Zeitalters der Antarktisforschung“. Er war an drei von seinen vier teilgenommenen Antarktisexpeditionen als Expeditionsleiter tätig.

1890-1894 erlernte Shackleton das Schiffshandwerk auf einem Rahsegler. Er besuchte ferne Länder und absolvierte die Seefahrtschule bevor er anschließend in London seine Prüfung als Zweiter Offizier ablegte.

1898 erhielt er das Kapitänspatent, nachdem er in den Vorjahren auf verschiedenen Schiffen der Handelsmarine tätig war und dort seine Erfahrungen sammelte.

1899 beim Ausbruch des Buren-Krieges war er auf der Tintagel Castle für den Transport von Soldaten in der Kapkolonie zuständig.

1901-1903 war Shackleton Dritter Offizier bei der von Robert Falcon Scott geführten Discovery-Expedition. Shackleton machte dabei die ersten Luftaufnahmen in der Antarktis.
Bei einer Schlittenexpedition mit Scott und Wilson zogen sich die drei Männer Erfrierungen zu, litten an Skorbut und wurden Schneeblind. Alle 22 Hunde kamen ums leben.

1903 wurde er vom Expeditionsleiter wegen einer angeblichen Dienstuntauglichkeit nach Hause geschickt.

1908-1909 leitete er die Nimrod-Expedition in die Antarktis. Bei dieser stellte er mit drei Begleitern einen neuen Rekord zur größten Annäherung an einen der beiden geographischen Erdpole auf. Der Südpol war nur noch 180 km von ihnen entfernt.
Zu einem weiteren Erfolg der Expedition zählte die Gipfelbesteigung des Vulkans Mount Erebus. Hierfür wurde Shackleton von König Edward VII. zum Ritter geschlagen.

Shackleton nahm seine Forschertätigkeit während der British Antarctic Expedition seines Kontrahenten Scott und der Nachricht dass Amundsen den Südpol erobert hatte, wieder auf.

1914-1917 führte er eine Forschungsreise, die Endurance-Expedition, durch. Er wollte die Antarktis von Küste zu Küste, über den geographischen Südpol hinweg, durchqueren. Das Schiff sank im Weddel-Meer nachdem es von Packeis zerdrückt worden war. Durch seine abenteuerliche Rettungsaktion, auf Routen die nie zuvor begangen worden waren, konnte er alle Expeditionsteilnehmer retten.

1921 wollte er den antarktischen Kontinent umrunden und auf die Suche nach den „verschollenen“ subantarktischen Inseln gehen. Auf dieser Quest-Expedition starb er 1922 jedoch an einem Herzinfarkt und wurde in Grytviken auf Südgeorgien begraben.