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Fridtjof Wedel-Jarlsberg Nansen

Fridtjof Nansen (1888)

Von Ludwik Szaciński – originally posted to Flickr as Portrett av Fridtjof Nansen, 1888, Gemeinfrei, Link

 

Teilnehmer der Grönland-Expedition (v.l.n.r.: Sverdrup, Kristiansen, Dietrichson, Balto und Ravna) beim Marsch über das Inlandeis

(* 10. Oktober 1861 in Oslo; † 13. Mai 1930 in Lysaker)
Nansen war Polarforscher, Ozeanograf, Zoologe, Neurohistologe, Diplomat und Friedensnobelpreisträger.

1881 studierte Nansen Zoologie und brach 1882 zu einer Expedition in die Arktis auf, um zoologische Studien vor Ort durchzuführen.

1888 durchquerte er als erster Grönland über das Inlandeis von Ost nach West, mit 5 Begleitern auf Hundeschlitten. Sie überwinterten 7 Monate in Godthab und erlernten Techniken zum Überleben in der Arktis, die Lebensweise der Inuit und über den Hundeschlitten als Transportmittel. Mit dieser Expedition gelang Nansen der Nachweis, dass das Innere Grönlands von Schnee und Eis bedeckt ist.

1893-1896 Nordpolarexpedition mit der „Fram“ die Nansen erbauen ließ. Er stellte 1895 einen neuen Rekord in der bis dahin größten erreichten Annäherung an den geographischen Nordpol auf. Er revolutionierte durch diese Forschungsreise die Techniken des polaren Reisens und beeinflusste damit alle nachfolgenden Expeditionen in Arktis und Antarktis.

1900 nahm er an einer Forschungsreise um Island, mit dem Direktor des norwegischen Meeresforschungsinstituts teil.

1910-1914 begleitete er verschiedene ozeanographische Expeditionsfahrten. Diese gingen u.a. in den Nordatlantik, auf seiner eigenen Yacht zur Bäreninsel und nach Spitzbergen. Die von ihm entwickelte „Nansenflasche“ – ein Probenahmebehälter, der bis in die 1980er Jahre verwendet wurde, kam hier erstmals zum Einsatz.

1913 nahm Nansen an einer Reise von Westeuropa nach Sibirien in die Karasee teil. Das Ziel der Reise war die Erkundung neuer Handelswege. Sie führte ihn entlang des Jenissei nach Krasnojarsk und weiter mit der Transsibirischen Eisenbahn bis nach Wladiwostok.

1922 erhielt Nansen den Friedensnobelpreis für seine Verdienste um die internationale Flüchtlingshilfe.

Nansen verfasste im Laufe seines Daseins mehrere Werke über die Erfahrungen und Ergebnisse seiner Expeditionen, aber auch zu politischen Themen.
Viele der zukünftigen Forschungsreisenden in die Arktis und Antarktis suchten vor allem in den Jahren nach der Fram-Expedition seinen Rat.
Auch als Verfechter der Unabhängigkeit Norwegens vertrat er bei jeder Gelegenheit die norwegischen Interessen.