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Erich Dagobert von Drygalski

(* 9. Februar 1865 in Königsberg; † 10. Januar 1949 in München)
Drygalski war Polarforscher, deutscher Geograph, Geodät und Geophysiker.

1891–1893 leitete Drygalski die Grönland-Expedition, von der Gesellschaft für Erdkunde ausgerüstet. Er habilitierte sich für Geographie und Geophysik und wurde von der „Deutschen Kommission für Südpolarforschung“ zum Leiter der ersten deutschen Antarktis-Expedition auserwählt.

1901–1903 leitete er die erste deutsche Forschungsreise in die Antarktis, die Gauß-Expedition. Die „Gauß“ wurde eigens für diese Expedition gebaut. Im Februar 1902 sichteten sie erstmals unbekanntes Land, das den Namen Kaiser-Wilhelm-II.-Land erhielt. Wenig später wurde das Schiff im Eis eingeschlossen und die Zeit wurde für intensive Forschungen genutzt. Sie unternahmen Reisen in die Umgebung mit dem Schlitten und auch mit einem mit Wasserstoff gefüllten Fesselballon konnten sie an dessen einzigem Aufstieg auf 500 m den Umkreis erkunden. Hier wurde der Vulkan, den Sie den Namen „Gaußberg“ gaben, entdeckt. Eine weitere Überwinterung war nicht möglich und Drygalski schlug einen nördlichen Kurs ein, der sie wieder nach Kapstadt und weiter nach Kiel brachte.
Aufgrund der vielen neuen Erkenntnisse über eine nahezu unerforschte Region, wurde die Gauß-Expedition ein wissenschaftlicher Erfolg. Nur Kaiser Wilhelm II. war unzufrieden, da die Briten einen anderen Breitengrad erreicht hatten.

1906 nahm er in München eine Professur für Erdkunde und Geophysik an. Er gründete das Geographische Institut und war dessen Leiter bis zu seinem Tod.

1910 beteiligte sich Drygalski an einer Studienreise nach Spitzbergen unter der Leitung von Graf Zeppelin. Sie hatte das Ziel, die Tauglichkeit von Luftschiffen in der Arktis einzuschätzen.